Kapstadt bietet reichlich natürliche Schönheiten, die man am Besten bei Wandertouren durch die zahlreichen Naturschutzgebiete erleben kann.

Leider können Wanderungen durch die Natur extrem gefährlich sein – vor allem bei kaltem oder nassem Wetter. Die Wetterbedingungen können sich sehr schnell ändern, worauf man vorbereitet sein muss. Im Durchschnitt gibt es jede Woche zwei Wanderunfälle in Kapstadt und Umgebung. Davon führen etwa ein Viertel zu schweren Verletzungen und jedes Jahr gibt es sogar rund drei oder mehr wanderbezogene Todesfälle.

Die meisten dieser Vorfälle passieren bei schlechtem – vor allem regnerischen – Wetter oder kurz danach. Wegen der Nässe werden Felsen beispielsweise rutschig, was die Verletzungsgefahr wesentlich erhöht.

Die hohen Unfallzahlen erklären sich durch die vielen Wanderer, die in dieser Gegend anzutreffen sind. Die Unfälle passieren sogar meist auf normalen Wanderwegen und sind nicht durch riskantes Verhalten verursacht. Sollten Sie einmal einen Unfall bei einer Wanderung haben, halten Sie sich an die folgenden Ratschläge:

Der wichtigste Sicherheitstipp ist, nur in Gruppen (ideal sind vier Personen) zu wandern und mindestens ein funktionierendes Handy mitzunehmen, in dem die Kontaktdaten einer Person gespeichert sind, die im Notfall helfen kann.

Es gibt mehrere Organisationen von erfahrene Wanderern, die Ihnen vor Ort Erste-Hilfe leisten können, bis Rettungshubschrauber und professionelle Einsatzkräfte vor Ort sind.

Ein kompetenter Ansprechpartner vor Ort ist in der Lage, die richtige Art der Hilfe auszusuchen, die Sie benötigen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit Ihnen sofort geholfen wird.

Hier die wichtigsten Sicherheitstipps zum Wandern in der Gegend um Kapstadt:

  •  Immer in Gruppen von mindestens 4 Personen wandern. Im Falle eine Verletzung kann eine Person bei der/ dem Verletzte(n) bleiben, während die anderen Zwei Hilfe holen (Für Mobilfunkempfang müssen Sie meist auf einen Hügel steigen und können nicht bei dem/der Verletzten bleiben).
  •  Stellen Sie sicher, dass mindestens ein Gruppenmitglied ein voll aufgeladenes, funktionierendes Handy und eine örtliche Kontaktnummer hat.
  •  Bleiben Sie immer nah beieinander.
  •  Achten Sie auf den aktuellen Wetterbericht, bevor Sie sich auf den Weg machen. Wenn extrem heiße, kalte oder regnerische Bedingungen erwartet werden, sollten Sie Ihre Wanderung verschieben.
  •  Unabhängig von der Wettervorhersage, sollten Sie immer viel Wasser und warme Kleidung/ eine Rettungsdecke mitnehmen – die Bedingungen können sich schnell und dramatisch ändern.
  •  Im Falle einer Verletzung oder anderen schwierigen Situationen sollte der/ die Verletzte nicht bewegt werden. Ausnahmen gelten nur, wenn Sie sich an einer gefährlichen Stelle befinden.
  •  Lassen Sie die/den Verletzte/n nicht allein. Wenn möglich sollten 2 Personen Hilfe holen. Diese Personen sollten sich einige Orientierungspunkte merken, damit sie den Standort der/ des Verletzten deutlich beschreiben können.
  • Falls Sie sich verlaufen, sollten Sie in die Richtung, aus der Sie gekommen sind wieder zurückgehen. Versuchen Sie nicht weiter vorwärts einen Weg zu finden, da die Gefahr besteht, dass Sie sich noch weiter verirren.
  •  Chacma Paviane können sehr gefährlich sein und attackieren bekanntermaßen Menschen. Nähern Sie sich ihnen nicht und – vor allem – füttern Sie die Paviane nicht. Sie sollten sicherheitshalber auch vermeiden, vor ihnen zu essen.
  •  Falls Sie einer Schlange begegnen, treten Sie zurück und warten Sie, bis sie weg ist. Obwohl die meisten Schlangen ungefährlich sind, ist ein Schlangenbiss trotzdem meist sehr schmerzhaft und die resultierende Panik und Unsicherheit kann gefährliche Folgen haben.

Es ist sehr zu empfehlen sich für unser Guardian Angel Programme anzumelden und Ihren persönlichen, kompetenten örtlichen Helfer rund um die Uhr zur Verfügung zu haben.