Kapstadt bietet eine Reihe von öffentlichen Verkehrsmittelns und ein ausgeklügeltes Netz von Firmen, die Autovermietungen anbieten. Es gibt zudem eine großartige Infrastruktur aus Straßen sowie gut ausgestattete, speziell ausgebildete Verkehrspolizisten. Trotzdem ist Reisen in Kapstadt wirklich gefährlich und es gibt Gefahren, die mit jeder Transportart einhergehen und von denen Sie wissen sollten.

Züge

Das Metrorail Schienennetz ist sehr gut ausgebaut bis in die Vororte von Kapstadt. Allerdings endet es in Gebieten (Küstenvorland), die das weniger glamouröse Ende des Stadtzentrums bilden. Es verläuft nicht zu den Wasserstellen, zum Tafelberg oder an die atlantische Küste.
Es gibt zwei Klassen in den Zügen: 1. Klasse und 3. Klasse. Züge der Metrorail haben eine beträchtliche Kriminalitätsrate aller Art, insbesondere Raub. Dies betrifft tendenziell nur bestimmte Linien (am problematischsten wird die Bonteheuwel-Linie angesehen). Die Simonstown-Linie wird tagsüber im Allgemeinen als ziemlich sicher angesehen. R263 Million (ca. 19 Mio. EUR) wurden investiert, um alle möglichen Serviceaspekte bis 2015 drastisch zu verbessern. Bis dahin aber empfehlen wir Ihnen, dass Sie immer 1. Klasse reisen (die Wagen sind mit der Nummer 1 gekennzeichnet). Wählen sie immer einen Transportabteil mit anderen Menschen darin und vermeiden Sie Züge während der Spitzenzeit des Reiseverkehrs und nach dem Dunkelwerden. Kapstadts Hauptbahnhof ist ein geschäftiger Platz und Sie müssen vorsichtig sein wegen Taschendieben.
Problematischer Weise endet der Zugverkehr ungefähr um 20 Uhr, sogar an Wochentagen.

Busse

Das Bussystem Golden Arrow hat mehr als 900 Busse, die an 7 Tagen in der Woche überall in der Stadt eingesetzt werden, einschließlich der Atlantikküste, Hout Bay und Simonstown, Der Gebrauch ist im Allgemeinen sicher, aber seien Sie wachsam in Bezug auf Taschendiebe. Wenn Sie sich unsicher fühlen, setzen sie sich in die Nähe des Fahrers, wo Sie im Spiegel gesehen werden können. Die Erfahrungen mögen verschieden sein und die meisten Busnutzer haben kein Interesse am Tourismus , aber dennoch gab es einige Berichte von Touristen über Feindseligkeit ihnen gegenüber (auch wenn keine gewalttätigen). Die Ortsnamen werden oft verwirrend (oder falsch) im Bus angezeigt, fragen Sie also immer den Busfahrer, wohin der Bus fährt, bevor Sie einsteigen.

Der Busservice MyCiti ist ein aktuell gegründeter Service, der vom Stadtzentrum aus zum Flughafen fährt, die ganze Westküste entlang zum Bloubergstrand, und zu den Gardens und Sea Point. Die Nutzung ist sehr sicher, da33 dafür Sicherheitspersonen auf dem Fahrrad und im Bus Sie begleiten. Das einzige bedeutsame Verbrechen war bisher Drogenschmuggel. Zudem sollten Sie nicht länger als 20 Minuten beim Umsteigen auf den verschiedenen Strecken warten.

Minibustaxis

Auf ihre Minibustaxis sind die meisten Südamerikaner stolz, weil sie 90% günstiger als normale Taxis sein können. Sie fahren überall und zu allen Zeiten, haben aber eine schreckliche Sicherheitsstatistik. Der Grund hierfür ist die Art des Fahrens und nicht die Passagiere – allgemein gesprochen, sind Taxinutzer gewöhnliche Menschen, die einen gewöhnlichen Job ausüben. Die Taxibetreiber (Fahrer und Gebührensammler) sind jedoch problematisch.

Das Department of Transport ist der Meinung, dass die Taxis sich nur wenig an die Straßenverkehrsregeln halten. Zu hohe Geschwindigkeit, zu viele Passagiere, Fahrzeuge in schlechtem Zustand sowie gefährlich aggressives Fahrverhalten sind die Merkmale dieser Branche. Da Untersuchungen des South African Institute of Race Relations ergeben haben, dass man dreimal häufiger bei einem Unfall in einem Minibustaxi stirbt als bei einem Autounfall, empfehlen wir im Allgemeinen nicht Minibustaxis zu nutzen.

Es gibt eine Ausnahme von dieser Regel: Vor kurzem begannen die Strecken City – Camps Bay (beide am Sea Point und Table Mountain) ihr Verhalten anzupassen und sich stärker internationalen Standards zuzugleichen, um Touristen anzuziehen. Benutzen Sie kein Taxi, das unsicher aussieht – fehlende Lichter, stark beschädigte Karosserie und kaputte Windschutzscheiben sind sehr häufig. Wir raten Ihnen auch, dass Sie niemals ein Minibustaxi benutzen, wenn Sie der einzige Passagier sind (drei Leute plus Fahrer sind die Faustregel) und am besten nicht nach dem Dunkelwerden.

Taxi mit Taximeter

Die Stadt bietet viele Taxis mit Taximetern, die von vielen im Wettbewerb stehenden Unternehmen betrieben werden. Im Allgemeinen werden sie per Telefon gebucht und sind meist sehr zuverlässig. Sie werden 24h am Tag im Einsatz, sind sicher und in gutem zustand. Sie haben alle eine unterschiedliche ID-Nummer, die eindeutig angezeigt wird. Achten Sie auf diese Nummer, wenn Sie einsteigen, so können Sie jedes Problem, welches auftreten könnte, dem Taxiunternehmen oder der Polizei mitteilen.

Auf einer internationalen Rangskala sind sie auch sehr billig. PriceOfTravel.com bietet einen Preisvergleich, bei dem Kapstadts Taxipreise auf Platz 40 in der Welt sind, billiger als in irgendeiner US-Stadt und allen Europäischen Städten außer Athen. Die Preise werden für gewöhnlich an der Autotür angezeigt und können gering sein (R8/km, weniger als $1/km). Sie können außerdem darüber verhandeln, die Preise für längere Strecken niedriger anzusetzen (wie bei der Strecke zum Flughafen). Wir empfehlen die Nutzung dieser Taxis für den größten Teil Ihrer Reise innerhalb der Stadt und für alle Fahrten während der Nacht.

Mietwagen

Es gibt eine große Auswahl von Anmietungsmöglichkeiten: Vom 70er Jahre VW Käfer, der gerade noch so für den Straßenverkehr tauglich ist, bis hin zu Luxussportwagen. Da es gefährliche Gegenden in der Nähe von Sehenswürdigkeiten gibt, empfehlen wir Ihnen ein GPS-Navigationssystem für die Fahrt mit gemieteten Autos zu nutzen.

Autoentführungen sind ein sehr reales Phänomen in Südafrika. Es gibt sie in den USA auch (bis zu 49.000 pro Jahr), dennoch sind sie 18 Mal üblicher in SA. 2011 war das Jahr mit den geringsten Vorfällen mit über 10.600 Autoentführungen. Auch wenn es meistens in Gauteng passiert (die Provinz Western Cape erlebte davon nur 457 [4%]), passiert es auch in Kapstadt.

An Ampeln („robots“ werden sie vor Ort genannt) gibt es oft Fußgänger, die betteln oder wertlose Sachen verkaufen. Kriminelle nutzen diese Tatsache, um auf Sie zu warten, wenn Sie von einem roten Licht angehalten werden. Entweder allein oder in der Gruppe werden sie Waffen herausziehen und das Fahrzeug verlangen. Statistisch gibt es ein sehr großes Risiko, dass sie auch schießen werden, wenn sie zögern oder Widerstand leisten. Wenn Sie eine solche Situation kommen, sollten sie Ihre Hände sichtbar halten, die Tür öffnen und so schnell wie möglich aus dem Auto aussteigen. Sagen Sie nichts, verhindern Sie Augenkontakt (was anzeigt, dass Sie die Täter nicht identifizieren können) und rennen Sie weg.

Besonders in der Nacht und in ruhigen Gegenden sollten sie besser das Gesetz brechen und wegfahren, sobald sie merken, dass jemand Verdächtiges Ihrem Auto nähert – sogar bei einer roten Ampel. Falls dies von der Polizei bemerkt wird, so reagieren sie oft verständnisvoll, falls ihre Sorge gerechtfertigt war und Sie sich dafür entschuldigen. In Kapstadt sind Autoentführeungen in den gleichen Gebieten anzutreffen, die sie sowieso lieber völlig vermeiden sollen, wie Philippi East und Teile von Mitchell’s Plein.

Ratschlag zum Fahren: Minibustaxis fahren sehr aggressiv und Nutzen auch beinahe nicht wirklich vorhanden Lücken. Wenn Sie dies vor Augen haben, wird Sie diessicherer durch den Verkehr führen. Sie sollten auch wissen, dass während der Spitzenzeit des Verkehrs einige Straßen in Kapstadt nur für den öffentlichen Verkehr reserviert sind. Diese Linien sind gut abgesichert durch Patrouillen und die Polizei ist bei Verstößen unnachgiebig. Seien Sie sich auch bewusst, dass (trotz hoher Strafen), eine Kultur des Fahrens unter Einfluss von Alkohol und Drogen noch sehr verbreitet ist. Handeln Sie im Straßenverkehr und in Hinsicht auf andere Fahrer mit Vorsicht. Und vergessen sie nicht, auf der linken Straßenseite zu fahren!